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Bantu

Bantu ist ein Sammelbegriff für Völker, die in Zentral-, Süd- und Ostafrika leben.

Roman Tansania

Aniceti Kitereza: Die Kinder der Regenmacher

Die Familiensaga „Die Kinder der Regenmacher“ von 1981 gilt als größter Erfolg des Autors Aniceti Kitereza aus Tansania. Der Roman erzählt den Alltag und die Kultur der Menschen auf der Insel Ukerewe im Victoriasee vor der Kolonialisierung.

Man sagt, dass man ein Buch weglegen soll, wenn es nicht so spannend ist. Die Geschichte des Romans hat mich erst nicht sonderlich in ihren Bann gezogen, aber ich habe das Buch dennoch nicht weggelegt. Denn der afrikanische Hintergrund und die Erzählung aus vorkolonialer Zeit haben mich gepackt.

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Roman aus Simbabwe

Petina Gappah: Die Farben des Nachtfalters

Ein spannender Roman aus Simbabwe, der tief ins Land blicken lässt. In „Die Farben des Nachtfalters“ erzählt Petina Gappah die Geschichte einer Frau mit Albinismus, die zum Tode verurteilt in Simbabwes Hochsicherheitsgefängnis Chikurubi sitzt.

Die Autorin Pettina Gappah wurde 1971 im damaligen Rhodesien geboren, studierte Rechtswissenschaften in Harare, London und Graz und arbeitete als Anwältin in der Schweiz. Heute gilt sie als simbabwische Schriftstellerin. Sie selbst sei erst im Ausland zur Afrikanerin geworden – und nach der Unabhängigkeit 1980 zur Simbabwerin. In Simbabwe selbst war sie immer eine Shona.

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Lesotho Roman Chaka

Thomas Mofolo: Chaka Zulu

„Chaka Zulu“ von Thomas Mofolo aus dem heutigen Lesotho gilt als erster Roman in einer afrikanischen Sprache. Chaka ist eine Legende, die das Volk der Zulu im südlichen Afrika zu einem der gefährlichsten Völker in Afrika machte.

Bei afrikanischen Autoren wird oft mit erwähnt, in welcher Sprache sie die Romane verfassen. Ngũgĩ wa Thiong’o aus Kenia publiziert zum Beispiel seit 1978 bewusst in seiner Muttersprache Kikuyu, denn Dekolonialisierung müsse auch im Geiste stattfinden. Wenn die Jugend in Afrika nur Englisch und Französisch lese, erwecke es den Eindruck, Wissen komme aus Europa. Ngũgĩ will über die Sprache das Selbstbewusstsein und mit Übersetzungen in andere afrikanische Sprachen den Zusammenhalt in Afrika stärken.

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Nadine Gordimer Der Besitzer

Nadine Gordimer: Der Besitzer

Den Roman „Der Besitzer“ verfasste 1974 Nadine Gordimer, die Literatur-Nobelpreisträgerin aus Südafrika. Wir begleiten den weißen Geschäftsmann Mehring aus Johannesburg, der sich eine abseits liegende Farm kauft, um sich vom Stadtleben und langweiligen Dinnerpartys zurückziehen zu können

Das Original „The Conservationist“ erschien 1974 in London und erhielt den Booker Prize als bester neuer englischsprachiger Roman. Die Autorin Nadine Gordimer wurde 1923 in der Nähe von Johannesburg in der damaligen Region Transvaal geboren – hier spielt auch der Roman und steht Mehrings Farm. „Der Besitzer“ ist einer von 15 Romanen, die sie schon als Jugendliche begann zu schreiben. Hinzu kamen hunderte Kurzgeschichten und Essays.

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Imani

Mia Couto: Imani

Mia Couto erzählt in „Imani“ eine etwas andere koloniale Geschichte aus Mosambik. Das zweitgrößte Königreich Afrikas rückt gegen die Kolonialmacht aus Europa vor – und Portugal ist pleite. Dazwischen steht das Mädchen Imani, das beide Sprachen spricht.

Die Geschichte beginnt in dem kleinen Dorf Nkokolani, wo die 15-jährige Imani mit ihrer Familie lebt. Die Familie Nsambe gehört zum Volk der VaChopi, die von der Küste Mosambiks ins Landesinnere fliehen mussten. Imanis Vater Katini ist ein Trinker und Träumer. Ihre Mutter Chikazi Makwakwa hat von Geburt an eine Krankheit, die sie keinen Schmerz fühlen lässt. Großvater Tsangatelo trägt sein eigenes Schicksal und begibt sich freiwillig in die Minenarbeit in Südafrika. Und die Brüder Mwanatu und Dubula wurden zu Gegnern, als sie sich unterschiedlichen Kriegsparteien anschlossen.

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