Zum Inhalt springen

Nobelpreis

Romane und Bücher aus Afrika, deren Autoren und Autorinnen einen Nobelpreis für Literatur erhielten

Abdulrazak Gurnah Das verlorene Paradies

Abdulrazak Gurnah: Das verlorene Paradies

Plötzlich Nobelpreisträger: Abdulrazak Gurnah war für viele eine Überraschung und auch in Deutschland wartete man auf die Neuauflage. Die Geschichte um den Jungen Yusuf führt kreuz und quer durchs koloniale Tansania, doch das Paradies ist längst verloren. 

Vor seinem Nobelpreis sagte mir Abdulrazak Gurnah (auch) nichts. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass der Literaturnobelpreis 2021 nach Afrika geht. Falls doch, dann eventuell an Ngũgĩ wa Thiong’o aus Kenia, weil er schon seit einem Jahrzehnt als nächster Kandidat gehandelt wird, dachte ich. Jetzt bekam ihn jedoch erst Abdulrazak Gurnah „für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten.“

Weiterlesen »Abdulrazak Gurnah: Das verlorene Paradies
Romane aus Afrika: Soyinka

Soyinka: Neuer Roman nach 48 Jahren

Nach fast 50 Jahren veröffentlichte Wole Soyinka, der erste afrikanische Nobelpreisträger für Literatur, im Oktober seinen dritten und neuen Roman: “Chronicles From the Land of the Happiest People On Earth” gilt als brillant, aber schwer zu lesen. 

2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für afrikanische Schriftsteller. Abdulrazak Gurnah aus Tansania erhielt den Literaturnobelpreis, David Diop aus dem Senegal den Internationalen Booker Prize, Mohamed Mbougar Sarr (ebenfalls aus dem Senegal) den französischen Prix Goncourt und Damon Galgut aus Südafrika den Booker Prize. Außerdem erhielt Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Zusätzlich sorgt der neue Roman von dem ersten afrikanischen Literaturnobelpreis (1986) für Aufruhr. Sein Roman “Chronicles from the Land of the Happiest People On Earth” gilt als brillant, aber schwer zu lesen. Und das merkt man auch. Als der Roman Ende Oktober im englischen Original erschien, hatte ich ihn mir vorbestellt und dann schon im Briefkasten. Mein Englisch ist eigentlich nicht so schlecht, aber in den Roman bin ich leider kaum reingekommen.

Weiterlesen »Soyinka: Neuer Roman nach 48 Jahren
Nadine Gordimer Der Besitzer

Nadine Gordimer: Der Besitzer

Den Roman „Der Besitzer“ verfasste 1974 Nadine Gordimer, die Literatur-Nobelpreisträgerin aus Südafrika. Wir begleiten den weißen Geschäftsmann Mehring aus Johannesburg, der sich eine abseits liegende Farm kauft, um sich vom Stadtleben und langweiligen Dinnerpartys zurückziehen zu können

Das Original „The Conservationist“ erschien 1974 in London und erhielt den Booker Prize als bester neuer englischsprachiger Roman. Die Autorin Nadine Gordimer wurde 1923 in der Nähe von Johannesburg in der damaligen Region Transvaal geboren – hier spielt auch der Roman und steht Mehrings Farm. „Der Besitzer“ ist einer von 15 Romanen, die sie schon als Jugendliche begann zu schreiben. Hinzu kamen hunderte Kurzgeschichten und Essays.

Weiterlesen »Nadine Gordimer: Der Besitzer
Ägypten Roman Karnak-Café

Nagib Machfus: Karnak-Café

Ein kurzer Roman aus Ägypten von etwa 100 Seiten, mit dem man sich trotzdem übernommen fühlt. „Karnak-Café“ gehört zu einem umfangreichen Mosaik aus über 40 Romanen, 300 Kurzgeschichten und Novellen eines der bedeutendsten Autoren Ägyptens: Nagib Machfus.

Das Karnak-Café ist ein stilvoll eingerichtetes, gemütliches Café im Herzen Kairos, das mehr einem Wohnzimmer gleicht als einem Café. Hier trifft sich regelmäßig eine bunt gemischte Gruppe, die über Gott und die Welt redet. Politisch sind fast alle für die Revolution des Präsidenten Nassers, aber kritisch gegenüber seinen Unterdrückungen.

Weiterlesen »Nagib Machfus: Karnak-Café
Cookie Consent mit Real Cookie Banner